WISSENSWERTES

Auch Venster brauchen Liebe!

Die Funktionstüchtigkeit und die Lebensdauer Ihres Vensters ist abhängig von Pflege und Wartung. Daher sollten Sie Ihre Venster in regelmäßigen Abständen warten oder warten lassen und pfleglich behandeln. Jedes Venster – egal aus welchem Rahmenwerkstoff es besteht – ist ein technisch hochentwickeltes Produkt und hat größten Anforderungen gerecht zu werden. Bei sachgemäßer Behandlung können Venster eine Lebensdauer von mehr als 100 Jahren erreichen.

Damit Sie lange Freude an Ihren Venstern haben, beachten Sie bitte die folgenden Pflegehinweise.

Wenn Ihre Venster ganz neu sind

Schutzfolien zwischen Blendrahmen und Flügel bitte nicht sofort entfernen. Diese dienen als Schutz vor Verklebungen und sollen erst nach etwa einem Monat entfernt werden. Reinigen Sie die Glasscheiben erst nach 3-4 Wochen zum ersten Mal. Die Silikonversiegelung braucht Zeit zum Aushärten, sonst entsteht ein Radiergummieffekt. Vermeiden Sie Beschädigungen der Silikonversiegelung durch Microfasertücher, aggressive Reinigungsmittel oder rauhe Reinigungsgegenstände.

Beschläge

Ihre Venster sind mit hochwertigen Beschlägen ausgestattet. Damit diese einwandfrei und bequem funktionieren, sollten Sie hin und wieder:

  • Die sicherheitsrelevanten Beschlagsteile auf festen Sitz und Verschleiß prüfen.
  • Gegebenenfalls Schrauben nachziehen oder defekte Teile erneuern (lassen).
  • Alle beweglichen Teile und alle Verschlussstellen der Beschläge ölen. Verwenden Sie dazu handelsübliche Schmiermittel (z.B. Nähmaschinenöl) ohne Silikon.

Die Beschläge der Venster sollten so eingestellt sein, dass die Bedienung leichtgägig ist. Das Einstellen sollte vom Fachmann erledigt werden.

Oberflächenpflege

Gute Pflege bedeutet später streichen. Verwenden Sie einmal pro Jahr eine spezielle Pflegemilch (erhältlich bei Ihrem Venstermacher). Eine solche Anwendung kann im Zuge der Scheibenreinigung erfolgen. Die Pflegemilch verschließt mikrofeine Risse und Poren im Lasurfilm und erzeugt eine seidenglänzende Oberfläche.

Nach einer gewissen Zeit – 3-4 Jahre je nach Witterung und Wohnlage – sollte die Oberfläche gereinigt und leicht geschliffen werden. Daraufhin sollten Sie die Oberfläche mit jenem Material überarbeiten, welches für die Schlussbehandlung verwendet wurde.

Die Venster mit deckend heller Beschichtung erwärmen sich nicht so stark wie mit einer dunklen Beschichtung. Zugleich hält eine helle Beschichtung länger.

Lasierend beschichtete Venster in dunkler Farbe enthalten mehr Pigmente auf der Oberfläche. Sie schützen somit besser vor UV-Bestrahlung und biologischem Abbau. Eine dunkle Lasur bietet einen besseren Schutz.

Tipps zum richtigen Lüften

Ihre neuen Venster schließen sehr dicht, so findet kein Luftaustausch durch Ritzen und Fugen statt. Um den notwendigen Sauerstoffbedarf zu decken und Feuchtigkeit und Gerüche abzuführen, ist auf einen ausreichenden Luftaustausch zu achten. Richtig lüften verbessert das Raumklima, spart Heizkosten und dient Ihrer Gesundheit. Beim Lüften soll verbrauchte, warme und feuchte Raumluft abgeführt und kältere, trockene Außenluft zugeführt werden.

Früher war die Einfachverglasung der kälteste Bauteil und es bildete sich an den Vensterscheiben Kondenswasser. Isolierverglaste Venster können bei Gebäuden mit einer schlechten Wärmeisolierung dazu führen, dass die an den Vensterstock angrenzenden Wandbereiche nunmehr die kältesten Bauteile sind. An diesen kann es nun zu Kondenswasserbildung und in der Folge zu Schimmelwachstum kommen.

Eine hygienisch günstige relative Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 45-55%. Wir Menschen, das Kochen, Waschen und Trockenen sowie Pflanzen geben Feuchtigkeit an die Raumluft ab.

So lüften Sie richtig

Halten Sie den Lüftungsvorgang kurz, Venster ganz öffnen, 5-10 Minuten sind genug. Lüften soll eine Feuchtigkeitsreduktion bewirken, nicht jedoch ein Auskühlen der Wände und Einrichtungsgegenstände.

Lüften Sie 3-4 mal täglich
  • Dauerlüften durch Kippen des Vensters sollte währende der Heizperiode nicht nur aus Energiespargründen unterbleiben.
  • Halten Sie Türen zu kühleren Räumen geschlossen, damit sich die feuchte Luft nicht an kalten Wänden niederschlagen kann.
  • Wasserdampf nicht in der ganzen Wohnung verteilen lassen sondern durch Lüften sofort entfernen.

Taupunkttemperaturtabelle

Wann gibt es Schwitzwasser? Die Antwort finden Sie in der folgenden Tabelle.

Als Berechnungsbeispiel dienen folgende Informationen:

Raumtemperatur:                    20 Grad Celsius
rel. Luftfeuchte:                        60%
Taupunkttemperatur Glas:     12 Grad Celsius = Schwitzwasser!

Taupunkttemperatur in Grad Celsius
bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von
Lufttemperatur
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
Sättigungsfeuchte =
Wassermenge in g/m³
Grad Celsius
+30
10,5
10,9
18,5
21,2
24,2
26,4
28,5
30,4
+28
8,7
13,1
16,7
19,5
22,0
24,2
26,2
27,2
+26
7,1
11,3
14,9
17,6
19,8
22,3
24,2
24,4
+24
5,4
9,5
13,0
15,8
18,2
20,3
22,2
21,8
+22
3,6
7,7
11,1
13,9
16,3
18,4
20,3
19,4
+20
1,9
6,0
9,3
12,0
14,3
16,5
18,3
17,3
+18
0,2
4,2
7,4
10,1
12,4
14,5
16,3
15,4
+16
-1,5
2,4
5,6
8,2
10,5
12,5
14,3
13,6
+14
-3,3
-0,6
3,8
6,4
8,6
10,6
12,4
12,1
+12
-5,0
-1,2
1,9
4,3
6,6
8,5
10,3
10,7
+10
-6,7
-2,9
0,1
2,6
4,8
6,7
8,4
9,4
+8
-8,5
-4,8
-1,6
0,7
2,9
4,8
6,4
8,3
+6
-10,3
-6,6
-3,2
-1,0
0,9
2,8
4,4
7,3
+4
-12,0
-8,5
-4,8
-2,7
-0,9
0,8
2,4
6,4
+2
-13,7
-10,2
-6,5
-4,3
-2,5
-0,8
0,6
5,6
0

-15,4

-12,0
-8,1
-5,6
-3,8
-2,3
-0,9
4,8

Das bedeutet:
Bei einer Glastemperatur von 12 Grad beschlägt sich das Fenster.

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